2017 27.-31. März: Die erste Verhandlungsrunde über einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen findet bei den Vereinten Nationen in New York statt. 22. Mai: Bei den Vereinten Nationen in Genf legt Präsident Elayne Whyte Gémez den ersten Vertragsentwurf vor.15. Juni bis 7. Juli: Die zweite Verhandlungsrunde über einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen findet bei den Vereinten Nationen in New York statt. 7. Juli: Der Vertrag über das Verbot von Kernwaffen wird mit 122-1-1 angenommen. Die Niederlande stimmten gegen den Vertrag, Und Singapur enthielt sich der Stimme. 20. September: Die TPNW wird in New York zur Unterzeichnung eröffnet. Fünfzig Staaten unterzeichneten den Vertrag, und drei weitere Staaten unterzeichneten und ratifizierten ihn bis zum Ende des Tages.

2015 setzte die GENERALversammlung der Vereinten Nationen eine Arbeitsgruppe ein, die sich mit “konkreten wirksamen rechtlichen Maßnahmen, gesetzlichen Bestimmungen und Normen” für die Erreichung und Aufrechterhaltung einer atomwaffenfreien Welt befassen soll. [17] Im August 2016 verabschiedete sie einen Bericht, in dem verhandlungen deuziert wird, dass 2017 ein “rechtlich bindendes Instrument zum Verbot von Kernwaffen, das zu ihrer vollständigen Beseitigung führt”, in Kraft ist. [18] Am 6. Oktober verlieh das norwegische Nobelkomitee den Friedensnobelpreis 2017 an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Kernwaffen und verwies auf seine Bedeutung als führender Akteur der Zivilgesellschaft bei den Bemühungen um das Verbot von Kernwaffen im Völkerrecht. Die Auszeichnung wurde als Rüge an die Atomwaffenstaaten und ihre Verbündeten gewertet, die sich gegen den Vertrag über das Verbot von Kernwaffen aussprechen. Unmittelbar nach der Abstimmung veröffentlichten die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich und Frankreich eine gemeinsame Erklärung, in der sie erklärten, dass sie “nicht beabsichtigen, den Vertrag zu unterzeichnen, zu ratifizieren oder jemals Vertragspartei zu werden”. Sie erklärten, dass der Vertrag das derzeitige internationale Sicherheitsumfeld ignoriert, mit nuklearer Abschreckung unvereinbar ist und droht, den Atomwaffensperrvertrag und das weltweite Nichtverbreitungsregime ernsthaft zu untergraben. Am 22. und 26. Februar veranstalteten die Vereinten Nationen in Genf (Schweiz) die erste Sitzung der zweiten OEWG über konkrete rechtliche Maßnahmen zu einem Atomwaffenverbot. Auf der Tagung ging es um mögliche Maßnahmen zur Bewältigung des Risikos einer versehentlichen, nicht autorisierten oder vorsätzlichen Detonation von Kernwaffen sowie um das humanitäre Risiko, das von einer solchen nuklearen Detonation ausgeht.

Der Vertrag gilt als Eckpfeiler des weltweiten Nichtverbreitungsregimes und als wesentliche Grundlage für die Fortsetzung der nuklearen Abrüstung.